Lernt die Organisation, lernt der/die MitarbeiterIn

„Strukturen leiten das Verhalten“ sagt Peter Senge in seinem Standardwerk „Die fünfte Disziplin“.

Systemisch denken bedeutet, dass wir uns von linearen Schlussfolgerungen verabschieden: Für jedes Problem (ein Ereignis) gibt es eine klare Ursache, die beseitigt werden muss, um eine Lösung zu erhalten. In Wahrheit aber ist die Erfassung des Problems bzw. die Definition von „Problem“ schon eine komplexe Angelegenheit. Und meistens gibt es für jedes Ereignis mehrere Ursachen, die wiederum in Wechselwirkung zueinander stehen, die bei der Analyse und Intervention berücksichtigt werden müssen.

Trotzdem stellen sich noch viele Trainer_innen vor ihre Teilnehmer_innen und dozieren Modelle und einfache Lösungen. Eine komplexe Angelegenheit wird aber leider nicht einfacher nur weil wir sie vereinfacht darstellen! Also was tun?

Die GRUPPE HOLLENSTEIN hat in den letzten Monaten mit einigen Kund_innen daran gearbeitet, neue Herangehensweisen an Trainings zu etablieren. Wir sind von der These ausgegangen, dass wir als Trainer_innen verstärkt einen internen Lernprozess im Unternehmen in Gang setzen müssen und dabei die Ressourcen des Unternehmens (Mitarbeiter_innen, Erfolgsbeispiele der Kommunikation und Kooperation etc.) erkennen, verstärken und nutzen müssen. Weiters wollten wir aus einem punktuellen Seminar einen Lernprozess in den Alltag des Unternehmens implementieren, sodass laufend dazu gelernt werden kann.

In zwei weiteren Beiträgen unter der Rubrik „Aktuelles“ stellen wir Ihnen zwei Best Practice-Beispiele vor.