Wissen

Beratung und Begleitung

Wenn Bildungsmaßnahmen als Unterstützung für Mitarbeiter_innen zur Erreichung ihrer Ziele positioniert werden, haben sie einen würdigen Stellenwert.

Neben der Einbettung von Bildungsmaßnahmen in die Führungskultur eines Unternehmens ist die Spezifizierung auf die Bedarfe der Branche, des Unternehmens und der Mitarbeiter_innen besonders wichtig. Auch wenn unsere Philosophie besagt, dass immer Menschen miteinander agieren und sich primär menschlich verhalten, ist es selbstverständlich, dass die Systeme in denen sich die Personen befinden verschiedene Verhaltensweisen und Skills erfordern. Spüren die Mitarbeiter_innen eine praktische Auswirkung auf ihre Situation nehmen sie Bildungsmaßnahmen auch gerne an. Das erfordert von der Konzeption und dem Trainer eine spezifische Ausrichtung auf die Branche, die darin übliche Sprache und eine Übersetzung der Theorie in die praktischen Situationen für die die Mitarbeiter_innen geschult werden sollen.

Fortbildung muss als ein wesentlicher Teil der Unternehmens- und Personalentwicklung gesehen werden. Wer bei der Bildung spart agiert wie jemand, der die Uhr anhält um Zeit sparen zu wollen! Deshalb sollten persönliche Bildungspläne für die Mitarbeiter_innen ein Teil der Potenzialentwicklung im Rahmen von Mitarbeiter_innen-Gesprächen sein.

Lehrgänge können ein besonderes Asset für die individuelle Karriere eines Mitarbeiters/einer Mitarbeiterin im Unternehmen sein. Sie erhöhen die Attraktivität des Arbeitgebers am Markt und bieten klare Perspektiven für die Entwicklung der Mitarbeiter_innen. Lehrgänge können nach einem ausgeklügelten Lehrplan regelmäßige Wiederholungen, Vertiefungen, Anwendungen für die Praxis und aufbauende Inhalte liefern. Die Gruppe Hollenstein bietet Ihnen hier auch gerne die Abwicklung der Organisation des Lehrgangs an. Manche Unternehmen sind mit ihren Lehrgängen so erfolgreich, dass sie Benchmarks in der Branche wurden. Beispiel: Der Lehrgang zum Diplomverkäufer von BMW.
Mentoring basiert auf der Idee, dass ein „Mentor“ als Wegbegleiter seinen „Mentee“ unterstützt. Der Mentor stellt eine Art Coach dar, der firmenintern an die Seite des Mentee gestellt wird. Durch die fachliche und/oder organisationale Nähe des Mentors kann sichergestellt werden, dass die Unterstützung für den Mentee praktisch und realitätsnah ist. Wichtig dabei ist uns, dass der Mentor eine grundlegende Einschulung in die Gestaltung des Mentoring erhält und die gegenseitigen Erwartungen verlässlich geklärt werden.

Kommunikation und Persönlichkeit

Die Welt ist komplex und unsere Gedanken oft kompliziert. Wir begleiten Sie, wenn Sie an Ihrer Persönlichkeit und Ihren Strategien arbeiten möchten. Besonders wichtig halten wir Persönlichkeitscoachings in allen Umbruchphasen: Berufswechsel, Krisen, Ortswechsel u.s.w. Solche Krisen nicht zu nutzen, um über sich und seinen Lebensweg, seine Verhaltensmuster und geschaffenen Strukturen nachzudenken ist eine wahre Verschwendung von Energie, Emotion und Zeit. Macht man eine solche Krise zum Lehrmeister wird sie oft die Chance, die man nicht versäumen sollte.
  1. Ein guter Redner nimmt seine Persönlichkeit mit auf die Bühne! Er bleibt wer er ist obwohl er beobachtet wird. Tipp: Visualisieren und Trainieren Sie ihre Auftritte und Diskussionsbeiträge (auch in kleineren Runden) und versuchen Sie keinesfalls irgendwie anders (insbesondere witzig, cool, über-gscheit etc.) zu sein.
  2.  Ein guter Redner erzählt, was die Zuhörer interessiert – oder schafft Interesse für seine Ideen und Aussagen. Tipp: Überlegen Sie sich genau, wer Ihre Zuhörer/Gesprächspartner sind. Nehmen Sie Beispiele aus der Erfahrungswelt der Zielgruppe um Ihre Gedanken zu illustrieren.
  3. Eine gute Rhetorik ist nicht kompliziert und überfrachtet mit Fachausdrücken, Fremdwörtern und langen Sätzen, sondern schafft Klarheit und Verständnis. Tipp: Lernen Sie keine Sätze auswendig, sondern beantworten Sie einfach die Frage: Was will ich sagen? Dann machen Sie Ihre Gedanken einem Kind verständlich oder jemandem, der von der Materie keine Ahnung hat.
  4. Selektieren Sie! Lassen Sie alles weg, was nicht zu Ihrer Aussage führt (= die Antwort auf die Frage: Was will ich sagen?). Führen Sie Ihre Zuhörer/Gesprächspartner nicht auf abschweifende Wege, sondern bleiben Sie bei Ihrem Weg zur Aussage. Tipp: Bedenken Sie immer, dass Ihre Rede/Ihr Gesprächsbeitrag noch lange nicht alles war! Zumeist folgt nachher ein Dialog in dem Sie später noch immer andere, vertiefende Gedanken mitteilen können.
  5. Malen Sie Bilder – verbal! Verwenden Sie Beispiele, Vergleiche, skizzieren Sie Szenarios, verwenden Sie Zitate und verwenden Sie viele Eigenschaftswörter. Tipp: Nehmen Sie die drei wichtigsten Themen/Schlagworte aus Ihrem Beitrag und finden Sie Assoziationen (Gefühle, Geschichten, Erfahrungen etc.) dazu. Bauen Sie die besten ein!
  6. Ein guter Redner sagt das, was er von sich aus preisgeben möchte. Er lässt sich nicht von seinem Gesprächspartner zu etwas zwingen. Vermeiden sie es, auf alles einzugehen und sich für irgendwas zu rechtfertigen. Entscheiden Sie jederzeit, ob und was Sie sagen möchten! Tipp: Im Zweifelsfall atmen Sie aus, machen Sie eine Pause und überlegen sich eine Frage an den Gesprächspartner bevor Sie einfach schnell irgendwas sagen.
  7. Schauen Sie den Menschen mit denen Sie sprechen in die Augen – und zwar gerade! Richten Sie sich auf und verschaffen Sie sich im Sessel oder im Stehen eine gute Bodenhaftung. Lümmeln Sie nicht herum, sondern bewahren Sie Haltung!
  8. Bedenken Sie immer Ihre Position zur Aussage. Ihre Positon ist all das, was Sie nicht ändern können und Sie ausmacht (Ihre Vergangenheit, Ihre (Aus-)Bildung, Ihre Erfahrungen usw.). Diese Position ist Ihr Blickwinkel aus dem heraus Sie eine Aussage tätigen. Stehen Sie zu Ihrer Position und erwähnen Sie sie! zB: Aus meiner Sicht als Vater von zwei Kindern (= Position) halte ich es für wichtig am europäischen Friedensprojekt weiter zu arbeiten (= Aussage). Das selbstsichere Stehen zu Ihrer Position wird Ihnen Glaubwürdigkeit und Durchsetzungsfähigkeit verschaffen.
  9. Betrachten Sie die Situation auch immer von oben. Diese Meta-Perspektive zeigt Ihnen, ob Sie Ihre Taktik ändern müssen, den Gesprächspartner wieder mal aktivieren sollten, weil er ihnen schon längst nicht mehr zuhört oder Sie gerade irgendwelche Abschweifungen machen. Die Meta-Perspektive einzunehmen ist nicht immer leicht. Dabei können Ihnen allerdings viele Modelle helfen, die wir Ihnen in unseren Trainings vermitteln und dann…üben üben üben.
  10. Holen Sie sich immer wieder Feedback und lernen Sie Feedback richtig zu nehmen. Jede Kritik zu Ihnen gibt Ihnen einen wertvollen Hinweis, wie das ankommt, was Sie sagen und tun. Seien Sie dankbar und nerven Sie Ihre wertvollen Feedback-Geber dann nicht mit Rechtfertigungen, Erklärungen oder – die Katastrophe schlechthin – Gegenangriffen. Sie müssen mit dem Feedback ja nicht einverstanden sein oder nicht sofort Ihren Stil ändern. Es schadet aber nie zu wissen, was andere über Sie denken.
Präsentationen scheitern oft an einer einzigen Sache: Der Inhalt (Idee, Produkt, Weg usw.) wird wichtiger genommen als diejenigen, die den Inhalt verstehen sollten. Weg von der Produkt- hin zur Zuhörerorientierung. Vermeiden Sie alles, was den Zuhörer langweilen, ablenken oder überfordern könnte. PowerPoint ist ein tolles Programm, aber gleichzeitig das häufigste Gift einer jeden Präsentation: dunkle Räume, vergessene Interaktionen mit dem Zuhörer, „weil man ja noch 20 Folien hat“, fehlender Blickkontakt usw. Machen Sie sich nicht zum Sklaven der Technik! Vergessen Sie nie, dass die primäre Überzeugungsarbeit durch die Persönlichkeit des Präsentators erfolgt. Überlegen Sie sich immer, warum der Zuhörer eigentlich zuhören soll und sagen Sie ihm, was er davon hat, wenn er Ihnen seine wertvolle Zeit spendiert.
Wichtige Dinge im Leben haben auch einen wichtigen Rahmen. Je schöner etwas verpackt ist desto wertvoller ist es. So verhält es sich auch mit Gesprächsinhalten. Wenn Sie Ihre Inhalte (Meinungen, Ziele, Tagesordnungspunkte, Themen etc.) nicht ordentlich verpacken, dann werden sie nicht wert geschätzt. Jeder Mann wird sich einen guten Rahmen überlegen, wann, wie und wo er seiner Angebeteten den Heiratsantrag macht. Aber wenn er seinem Chef etwas Wichtiges sagen will, dann macht er das zwischen Tür und Angel vor einem wichtigen Termin. Ein Gespräch braucht einen Rahmen. Überlegen Sie sich also im Vorfeld den Ort, die benötigte Dauer, das Ziel, die zu diskutierenden Themen und deren Reihenfolge, die sinnvollen Gesprächspartner, notwendige Unterlagen, die richtige Bestuhlung, die nötige Technik (FlipCharts, Beamer, White Board u.ä.) und vor allem ein sinnvolles Prozedere (Moderation). Dann moderieren Sie (auch) das Gespräch!
Moderation ist eine Technik, die unserer Meinung nach viel zu wenig beherrscht wird. Im Grunde sollte jedes Team über eine Person verfügen, die moderieren kann! Warum? Weil schlecht moderierte Besprechungen Zeit und Nerven kosten. Und zwar gewaltig!! Der Moderator ist im Wesentlichen für die Herstellung und Wahrung des Gesprächsrahmens verantwortlich. Während der Gespräche sollte der Moderator wesentliche Erkenntnisse, Einigungen bzw. noch vorhandene Divergenzen regelmäßig für alle zusammenfassen. Er sollte immer wieder auf das Ziel und die Zeit achten, Gesprächspartner mahnen, die sich wiederholen, nichts Neues beitragen oder Beiträge liefern, die nicht zu Thema sind. Ein guter Moderator überlegt sich auch Techniken, wie man bestimmte Themen diskutiert. Gängige Techniken sind das Brainstorming, Innenkreis-Außenkreis usw. Diese Techniken sind relativ schnell vermittelt und gelernt. Deshalb: Haben Ihre Teams Moderatoren? Wenn nein, dann sollten Sie uns kontaktieren.
Ein Leitgedanke, mit dem wir sehr oft in Seminaren arbeiten ist: Von der Konfrontation zur Kooperation! Die Standpunkte des anderen nach seinen Motiven (Warum vertritt er/sie diesen Standpunkt?) zu hinterfragen und sie mit den eigenen so zu verbinden, dass schlussendlich ein Konsens erreicht werden kann, ist der Ansatz bei unserem Modell der „konsensualen Gesprächsführung“. Diese erfordert Offenheit, Wertschätzung und eine gute Absicht, sich zu einigen. An diesem Modell orientieren sich auch unsere Inputs und Trainings für Moderator_innen für Meetings.
Somit ist es wichtig, sich auf gewisse Strukturen zu einigen, wie in einem Unternehmen/einem Team kommuniziert wird. Diese Struktur (Rahmenvereinbarungen, die für alle gelten) kann die Kommunikation lenken, straffen und Missverständnisse reduzieren. Wir begleiten Sie gerne von der Analyse der derzeitigen Kommunikationsstruktur und –kultur bis zur Implementierung von Maßnahmen (z.B. Mitarbeiter_innen-Gespräche, standardisierte Abläufe von Meetings, Ausbildung von Moderatoren u.ä.), um Ihre Kommunikation effizient zu gestalten.
Nach vielen Jahren Zeitmanagement-Seminaren sind wir zur Ansicht gelangt, dass man Zeit nicht managen kann ohne sich selbst auch managen zu können. Somit gehört für uns dieses Thema zusammen und ist unmöglich zu trennen. Aber was kann man an sich managen? Ein Ansatz unter vielen: innere und äußere Entscheidungen in Einklang mit sich selber bringen. Was nützen all die tollen Vorsätze, wenn sie nicht erfüllt werden? Sie belasten und frustrieren und führen oft dazu, dass man schlussendlich gänzlich kapituliert. In unseren Coachings suchen wir gemeinsam mit dem Kunden die Ziele, die er/sie wirklich erreichen möchte, brechen sie auf kleine Schritte herunter und geben Tipps und Tricks wie die Wege beschritten werden können.

Führung

Führung ist ein hochkomplexes Thema, das sehr viele Aspekte berücksichtigen muss: die Branche, die Unternehmenskultur, die Persönlichkeit der Führungskraft und der zu Führenden, die Marktlage usw. Auf den Punkt gebracht muss eine Führungskraft wahrnehmen können, was um sie herum und mit ihr passiert und sich vom Opfer zum Täter entwickeln. Sie muss Potenziale in Persönlichkeiten, im Produkt, im Markt und in der Organisation erkennen und nutzen können. Eine Grundausstattung an Führungs-Skills (Schlagworte: Zeitmanagement, Selbstmanagement, Kommunikationsfähigkeit, Selbstbewusstsein) ist wichtig, aber nicht alles. Es geht um mehr: eine Haltung zu entwickeln, die einem dann Halt gibt, wenn man sie braucht (Schlagworte: Werte und Visionen). Diese Haltung hilft bei Entscheidungen und diese Entscheidungen sind es, die den Stil und die Ergebnisse einer Führungskraft ausmachen.
Das Potenzial (lat.: potentialis, von potentia Macht, Kraft, Leistung) eines Mitarbeiters/einer Mitarbeiterin ist die Zukunft des Unternehmens! Durch eine Erforschung der (versteckten, ungenutzten, vergessenen, nicht erahnten) Potenziale des/der Mitarbeiter_in leiten sich die Förderungsmaßnahmen, Karrierepläne und –strategien und wertvolle Anleitungen für die Führungsstrategie für diesen Mitarbeiter ab. Jeder Mensch ist unterschiedlich und somit braucht im Grunde auch jeder eine andere Führung, andere Motive zur Handlung (= Motivation). Eine Potenzialanalyse gibt der Führungskraft wertvolle Inputs, der Organisation zukunftsweisende Ressourcen und – selbstverständlich und ganz besonders – dem Mitarbeiter/der Mitarbeiterin die nötige Orientierung über sich und seinen/ihren Karriereweg. Wir haben unzählige Potenzialanalysen getestet, die sich sehr oft auf Tests beschränken. Wir arbeiten auf Wunsch gerne mit Tests, bestehen aber auf eingehende Gespräche mit dem Mitarbeiter/der Mitarbeiterin zum gemeinsamen Erforschen der noch zu hebenden Schätze der Zukunft!