10 handlungsleitende Prinzipien


Als Konstruktivisten glauben wir nicht an EINE für alle und jede Situation gültige Wahrheit. Wir sprechen lieber von Realitäten, die Personen unterschiedliche wahrnehmen können. Bei der Wahrnehmung dieser Realitäten unterliegen wir oft Störungen. So können Emotionen, Ablenkungen, unterschiedliche Begriffsauffassungen usw.  Realitäten verzerren. In unseren Maßnahmen achten wir deshalb besonders darauf, die Realitäten möglichst so wahr zu nehmen wie sie sind, um von dieser Basis aus Handlungsschritte und neue Denkräume zu ermöglichen.
DIE optimale Lösung (auch Ziele, Entscheidungen, Maßnahme) ist im Moment oft nicht verfügbar. Zusätzlich ist diese Lösung in der Zukunft, oft sehr weit weg und führt nicht selten dazu, dass Menschen diese Lösungen aufschieben. Natürlich gehen wir von der Ausgangslage (Problem) aus und erarbeiten ein Ziel (Lösung). Dann aber wird der Fokus auf die nächsten, kleinen (!) Schritte in die richtige Richtung gelenkt.
Aufmerksamkeit ist ein rares Gut geworden. Viele Ablenkungen und ständige Störungen verhindert oft konzentriertes Zuhören und Arbeiten. Ohne Aufmerksamkeit verlieren wir aber wesentliche Informationen und unser Gegenüber fühlt sich nicht wahrgenommen bzw. wertgeschätzt.

Respekt ist für uns die Fähigkeit, einerseits jeden Menschen gleichwertig an Würde zu schätzen und Unterschiede zwischen Menschen nicht nur zu tolerieren, sondern voll und ganz zu akzeptieren. Das punktuelle Verhalten eines Menschen ist nicht gleich zu setzen mit dem Charakter. Dieses Verhalten können wir sehr wohl kritisieren, wenn dies auf eine Art und Weise passiert, dass der Mensch durch die Kritik nicht in seiner Würde verletzt wird.

Vertrauen bedeutet, dass wir jedem Menschen grundsätzlich unterstellen, dass er für sein Verhalten gute Gründe hat und in guter Absicht handelt. Das ist eine riskante Investition, weil wir uns natürlich nie sicher sein können, ob diese Unterstellung auch stimmt. Sollte der Schaden eines möglichen Vertrauensbruches zu groß sein, kann man sich natürlich beginnen, abzusichern. Reagieren Sie aber grundsätzlich misstrauisch, kann sich der Andere nicht dagegen wehren und die Arbeit wird fast unmöglich – jedenfalls sehr teuer, weil Sie ständig kontrollieren müssen.

Wir Menschen tendieren dazu, uns eher Problemen und Defiziten (Was kann ich nicht? Was muss ich noch lernen?) zu zuwenden. Natürlich ist das Problem eine Ausgangslage für Maßnahmen. Sobald das Problem aber definiert und verstanden wurde, wenden wir uns den Stärken zu. Die vorhanden Stärken zu nutzen ist leichter und billiger als ständig nur an Defiziten zu arbeiten.
Aufgrund der weit verbreiteten Defizit- und Problemorientierung werden manche Ressourcen gar nicht mehr gesehen. Deswegen arbeiten wir in unseren Maßnahmen oft mit sogenannten Erfolgsanalysen. Dabei werden kleine Erfolge („Wann ist Ihnen so was schon mal gelungen?“) oder Ausnahmen zum Problem („War das Problem mal weniger dramatisch?“) nach deren Erfolgsfaktoren analysiert. Diese können sein: hilfreiche Gedanken, Vorbereitungen, Rahmenbedingen, Wissen, Verbündete usw. Diese Erfolgsfaktoren können dann verstärkt werden, um weitere Verbesserungsschritte zu erzielen.
Sehr oft sind wir mit der Forderung konfrontiert, etwas „Neues“ zu bringen oder zu machen. Faktum ist, dass in unserer Branche nicht jeden Tag neue Erkenntnisse gemacht werden. Natürlich ist es unser Anspruch an uns über sämtliche Neuigkeiten informiert zu sein, aber Wissen ist noch lange keine Handlung! Deswegen fokussieren wir eher auf die Frage: Wie kann ich das, was ich weiß bzw. gerade erfahren habe, leicht in die Praxis umsetzen?
Unsere Experten verfügen alle über individuelle fachliche Schwerpunkte. Dieses Wissen wird den Teilnehmern auch zur Verfügung gestellt. Zusätzlich arbeiten wir sehr viel mit dem Wissen, das bei unseren Kunden schon vorhanden ist. Der Kunde ist der Experte, was in seiner Realität anwendbar und machbar ist. Deswegen werden Theorien immer mit dem Kunden in seine Anwendungsrealität übersetzt. Diesen Transfer vom Training/Coaching in die Praxis wird vom Experten moderiert.
Jedes Verhalten ist auch Kommunikation. Heutzutage kommunizieren wir fast andauernd. Die grundlegenden Gesetze der Kommunikation gelten immer – ob Sie nun in einer privaten oder beruflichen Rolle sind. Deswegen illustrieren wir unsere Inhalte mit vielen praktischen Beispielen – sowohl aus beruflichen als auch privaten Situationen.
Die Führungskraft bildet für den Mitarbeiter die Organisation. Sprenger sagt: „Menschen bewerben sich bei Unternehmen – und verlassen Chefs.“ Hier ist die Vorbildwirkung und Disziplin der Führung sehr wichtig. Dazu müssen Führungskräfte wissen, was in den Seminaren gemacht wird und hinter den Inhalten stehen. Ist das nicht der Fall, wird die Umsetzung der Inhalte (fast) unmöglich und die Investition ist verlorenes Geld. Die Führungskräfte werden von uns im Vorfeld kurz und bündig informiert – manchmal im Rahmen eines kurzen Vortages oder einfach in der Vorbesprechung.
Man kann natürlich auch unter Druck und in Angst arbeiten und lernen. Aber nicht bei uns! 🙂